Alptraum

Ich stelle mir gerade vor, (siehe Beitrag „es brennt„)
wie es sein muss, so eingepfercht in Gitterstäben liegen zu müssen,
nur zum „Gebären“ da zu sein und ein feuchtes, unwirtliches Klima um mich herum.
Meine Babys werden mir weggenommen, kaum dass sie das fahle Licht der Anlage „erblickt“ haben.
Ich liege auf der Seite, werde vielleicht freundlicherweise gesäubert, gepflegt…  wenn ich meine Babys entbunden habe.
Unter mir sind auch nur Bretter oder Gitterstäbe, durch die meine Beine und Füße fast durchrutschen.
Denn nicht alle Tierfüße sind ja normgerecht.
Ich bin nur eine Ware und werde nur als Ware wahrgenommen.
Meine Kinder werden mich nie kennenlernen.
Sie werden auch „nur“ als Mastschweine weiter verarbeitet.
Ich werde aber nie erfahren, was aus meinen Kindern wird.
Ich bin eine Muttersau, aber nur als „Zuchtsau“ existent.

Video von animal equality – Edeka-Gutfleisch

Wenn es hier in der Stallanlage eine Katastrophe gibt, wenn es brennt oder ein Blitz einschlägt…
ich werde bei lebendigem Leib verbrennen.
Denn ich bin hier in „meiner Box“ fest eingepfercht.
Es kann und wird mir keiner zu Hilfe kommen, auch meinen Kindern nicht.
Ich werde Höllenqualen leiden, denn ich kann mich nicht befreien.
Bis Hilfe hier wäre, sofern man an mich und meine Kinder denkt,
wäre es zu spät.

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte:
Lasst uns Tiere wieder in die Natur.
Wenn ihr Geschmack an uns habt, dann esst uns,
wenn wir wenigstens ein paar schöne Jahre auf frischem Gras und sonnigem Matsch hatten.

Wenn ich meine Kinder umsorgen konnte, säugen und mich an ihnen und ihren kleinen Späßen erfreuen konnte.
Nehmt uns Tiere wieder als Lebewesen wahr, nicht nur als Nahrung.
Esst uns dann bewusst, dankbar dafür das wir sind und waren, esst uns mit Genuss und bedachtsam.
So haben wir alle etwas voneinander, was uns insgesamt nachhaltiger und stressfreier sein lässt.
Ich schmecke dann auch besser, ich bin nicht künstlich gemästet, sondern habe mich
wie eure Menschenkinder in wichtiger gesunder Weise entwickelt.
Dann brauche ich auch keine medikamentöse Behandlungen, um zu gedeihen.

Wenn ich dann schon sterben muss um euch zum Beispiel als Nahrung zu dienen, dann hatte ich wenigstens eine schöne gemeinsame Zeit mit meinen Kindern in einem artgerechten Umfeld. Konnte ein Familieleben geniessen.
So, wie ihr es euch ja auch mit euren Kindern wünscht…

5 Gedanken zu “Alptraum

  1. Pingback: Es brennt… | Mensch & Tier im Jetzt & Hier

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