zurück nach vorn

Alles was ich machen kann ist, ich selbst zu sein, wer immer das sein mag.
Bob Dylan, Musiker

Nach vielen, genau genommen etwa vierzig Jahren, kehr(t)e ich nun zurück in die Stadt, in der ich die ersten meiner neun Lebensjahre verbracht habe.
Auch wenn der Ort damals ein selbstständiger Ort am Stadtrand war, nun eingemeindet ist.

Es ist viel passiert in den vergangenen Monaten, mein Ehemann bekam einen zukunftssichereren Job in dieser Stadt, lebte die erstem Wochen in einer WG, pendelte die Wochenenden, an denen er keine Bereitschaft hatte, nach Hause
und Sonntags mittags wieder die eineinhalb Stunden zurück in die Arbeits-Stadt.
Es zeigte sich, dass wir beide nicht wirklich „Wochenendbeziehung“s-geeignet sind,
so dass wir im Frühjahr die Wohnungssuche intensivierten.

Nun leben wir schon wieder einige Monate hier in der großen sächsischen Stadt und so wenige Erinnerungen ich an sie habe, sind sie doch auch irgendwie „zukunftsweisend“.

Gute, wirklich gute und treue Freunde bleiben uns erhalten, es gab und gibt gegenseitige Besuche, Nachrichten und wertvolle, unwiederbringliche Erlebnisse.

Die Wochen des Zusammenpackens, ausmisten, die Berge von Kartons und Klamottensäcken… dann hier wieder auspacken, um festzustellen dass man das eigentlich doch in dieser (kleineren, aber eben bezahlbaren) Wohnung vielleicht gar nicht brauchen wird… Spenden von Kleidung, Haushaltsdingen, Büchern, CD´s und so weiter.

Der Umzug unsrer drei Miezen war sehr anstrengend für sie, wir haben sie am Beladungstag in einen fast ausgeräumten, ruhiger gelegenen Wohnraum mitsamt Futter, Wasser und Klo´s gelassen, um sie so gut es geht vom Lärm zu verschonen.
Als der LKW beladen war, brachten wir sie in den extra dafür angeschafften Boxen in unser Auto, deckten sie etwas zu und trotz allen möglichen Vorkehrungen waren sie sehr verunsichert, verängstigt und weinten während der Autofahrt deutlich miauend.

Gegen 21 Uhr in der noch fast leeren neuen Wohnung angekommen, brachten wir zuerst die Klo´s  (mitsamt dem vorherigen Inhalt) und dann die Miezen hoch , später holten wir noch einiges was sie aus der alten Wohnung noch kannten.
So dass sie ein klein wenig „altes Zuhause“ mit den Düften und den Fasern und „Gestinker“ um sich hatten und nicht alles fremd für sie war.
Sie fraßen und tranken am selben Abend noch etwas, erkundeten die Wohnung, sprangen aufs (uns von Freunden geschenkte und schon aufgebaute) Bett und wichen die nächsten Tage kaum von uns.

Unser Instinkt und meine Vorabrrecherche dazu sollte „Recht“ behalten, alle drei haben sich erstaunlich gut, innerhalb einiger Tage, eingelebt. Der alte Teppich ist nun im „Katzenklo-Bereich“ der „Krümel-Fänger“ und gleichzeitig der Teppich, auf dem sie „unbeschimpft“ ihre Pfoten und Krallen abstreifen und abwetzen „dürfen“.
Sie haben ihre Rückzugs- und Wohlfühl-Plätze, bestaunen an den Fenstern das „fliegende Fast-Food“ 😉 und die Bäume und alles was sich da eben so bewegt oder ihre Aufmerksamkeit an sich zieht…

So im Nachhinein betrachtet, haben wir ein echtes Abenteuer gewagt.
Umziehen mitten im Lockdown, nach chaotischen Transporter-Absagen und neuen suchen, die Ummelderei und Arzt-Sucherei,
vieles erkunden, was in der Wohngegend „da“ ist oder wie weit welche Erledigungsmöglichkeiten entfernt sind,
welche Straßenbahnlinie wohin fährt mit welchem Ticket und so weiter…
Der Stadt-Lärm, der Verkehrslärm, die vielen Menschen, vieles hier ist
jedesmal eine stetige Herausforderung für mich.
Manchmal suche ich mir meine „Wege“ neben den Hauptverkehrsstraßen, wenn das möglich ist, wenn ich an „guten Tagen“ die Gegend erkunde…

Ja, es ist ein Vorwärts mit „Vergangenheit“… und es ist komisch, wenn mich manche Erinnerungen doch „treffen“.
Also, ich war nie weg, bin noch da und werde wieder öfter da sein 😉

Erstmal herzliche Grüße an euch alle aus „dr säggsischn Groos-Schdad“
bis bald

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