die tägliche Entscheidung

by hoschkat

Die tagtäglichen Entscheidungen
treffe ich nicht immer selbst.
Oft erfahre ich Entscheidungen anderer ja nur
und habe keinen Einfluss mehr darauf.

Mein Einfluss beginnt dort, wo ich gefragt werde.
Er harrt dort aus wo die Entscheidung überlegt wird.
Er endet da, wo andere ihre Entscheidung über mich getroffen haben.

 

Klein und hilflos wurde ich wie alle Babys, in diese Welt geboren.
Ohne Umsorgung, Schutz, Nahrung und Wärme wäre auch ich gewesen verloren.
Ein – damals für mich HEILES– Elternhaus gab mir die Geborgenheit,
zur Zukunft des Denkens und Fühlens gehört für mich auch die Erinnerung und damit  die Vergangenheit.

Zusammen mit Mutti, Vati und großer Schwester lebten wir in guter Nachbarschaft.
Erinnere mich an Regeln und Freiheiten, empfand meist Glück und hab oft gelacht.
Oft konnte ich selbst entdecken, eigens entscheiden, Fragen stellen.
Mich ausprobieren, die Natur erkunden, mich zurückziehen oder dazu gesellen.

Dann wurde es zeitweise dunkel bis schwarz, so Vieles ist geschehen.
Meine kleine heile Welt zerbarst, sie begann, sich wirr um mich zu drehen.
Als neunjährige änderte sich mein Leben, für mich als Kind komplett.
Der neue Mann an Mutti´s Seite war anfangs ja auch oft nett.

Nach Jahren voller Angst vor Schlägen und emotionaler Gewalt,
spüre ich es heute noch, wie alles in mir hallt.
Viel zu früh aus dem Kindsein herausgeschleudert, sagte mir mein Gefühl  oft  „verstecken!“,
vor den Aggressionen, vor manchen Mitschülern, Lehrern, vor der Angst, der Scham, dem Schrecken.

Beruflich wie privat habe ich,
mit nun fast fünfzig Lebensjahren
auch oft Anerkennung, Freude und Zuneigung,
jedoch auch Mobbing und Beschämendes erfahren.

Meine Abscheu-Angst vor Gewalt und Herrschaft,
vor Machtmissbrauch und Aggression,
lässt mich beim ersten Blick, der ersten Geste, dem ersten Knall
erschaudern schon.

Warum werden manche Menschen laut und aggressiv, was hat dazu geführt bei denen?
Wozu „brauchen“ sie die Angst von anderen Menschen oder hilflosen Tieren,
wozu die furchtsamen, erschütternden Tränen?
Was führt dazu, dass sie Freude dabei empfinden, andere Wesen zu ängstigen oder
gar abzuschlachten?
Wie können sie die Unterwerfung und Furcht anderer Wesen
als ihren „richtigen“ Lebenssinn betrachten?

Wieso muss ein Wesen über andere  „herrschen“ wollen?
Warum sind manche Menschen so verroht?
Warum lachen so Viele dabei,
wenn einer den anderen bedroht?
Das Verzehren und „Ausnutzen“ von fühlenden Lebewesen –
ich empfinde dabei höchste Angst und Pein.
Ich sehe die Tiere, die nicht verstehen warum sie leiden müssen,
ich höre ihr Schrei´n.

Kein Tier will mit Gewalt und Angst sein Leben fristen –
doch leider ist das für viele Menschen normal.
Die Tiere fallen nunmal nicht freiwillig tot um,
oder
hüpfen fröhlich in Töpfe und auf Teller,
dahinter steckt menschliche Brutalität und Tierqual.

Jede Darstellung von „niedlich lachende Schweinchen“, lächelnden Hühnchen oder tapsigen Kälbchen ist Spott
und Verhöhnung des täglichen Tier-„Verwertung“s-Wahnsinn,
so mancher Mensch fühlt sich dann als „Gott“.
Nichts ist für mich akzeptabel oder“normal“ was sich Menschen ohne Notwehr oder Notwendigkeit gewaltvoll nehmen.

Und daher werde ich mich immer
nach einer harmonischen Welt
ohne „brutale Freuden“
sehnen.

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