110 Kilogramm auf 0,75 Quadratmetern

Die Quote echter Freilandhaltung liegt in Deutschland laut Bundeslandwirtschaftsministerium bei nicht einmal einem Prozent.

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vom 09.01.2019

„Berlin fordert mehr Tierschutz in deutschen Schweineställen

Haben Schweine im Stall zu wenig Platz? Der Berliner Senat sagt ja und will die Regelungen vom höchsten Verfassungsgericht in Karlsruhe prüfen lassen. *
Der Bauernverband reagiert empört – weil eine neue Verordnung das gesamte Bundesgebiet betreffen würde. (Ach nee… warum wundert mich das jetzt nicht… dass die sich darüber ärgern?!)

Das Land Berlin hält die Mindestflächen bei der bundesweiten Schweinehaltung für verfassungswidrig. Am Mittwoch teilte die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz mit,
man werde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe einen sogenannten Normenkontrollantrag einreichen. Das Gericht soll prüfen, ob die geltenden Richtlinien
für die Schweinemast mit den Vorgaben des Tierschutzes in Einklang stehen. 
Ääähemm… WENN (hoffentlich unangemeldet ?!) geprüft wird – was ich hoffe – wie lange wird das Prüfen und die Entscheidung dann wohl dauern? Wie lange müssen die Lebewesen dann noch immer eingepfercht ihr Dasein fristen?

Verbraucherschutz-Senator Dirk Behrendt (Grüne) sagte, gerade Berlin als Verbraucherstadt habe ein großes Interesse an einer rechtlich einwandfreien Tierhaltung.
„Das massenhafte Einpferchen von Schweinen auf minimalstem Raum wird diesen Anforderungen jedoch nicht gerecht.“
Berlin ist laut Verwaltung bislang das einzige Land, das für einen stärkeren Tierschutz den Rechtsweg beschreitet.
Allerdings werden in der Hauptstadt auch kaum Schweine gehalten.
Aha, kaum…sind ja nur paar, TAUSEND, Lebewesen… na wenigstens hat mal einer das Interesse an deren Leben!

Für die Berliner Wirtschaft wären die Folgen einer neuen Verordnung deshalb überschaubar: Laut Senatsverwaltung werden in der Hauptstadt rund 1.000 Schweine gehalten.
Bundesweit waren es dem Bundesagrarministerium zufolge im Jahr 2016 bereits 28 Millionen Schweine. OhmeinGott, 28.000.000 Lebewesen … die von Menschen malträtiert werden 😦

Vom Deutschen Bauernverband kam prompt ein ironischer Kommentar.
Generalsekretär Bernhard Krüsken meinte: „Berlin – mit der Kernkompetenz in Sachen Schweinehaltung – geht die ureigenen Probleme der Stadt an und bringt einen Normenkontrollantrag zur Schweinehaltung auf den Weg.“

Warum wundert mich diese „Ironie“ jetzt auch nicht?!

Laut Gesetz dürfen Bauern in Deutschland 50 bis 110 Kilogramm schwere Mastschweine auf einer Fläche von 0,75 Quadratmetern halten.
Bei der Bio-Landwirtschaft fordert das Gesetz 1,3 Quadratmeter und zusätzlich einen Quadratmeter Auslauf im Freien.
Die Quote echter Freilandhaltung liegt in Deutschland laut Bundeslandwirtschaftsministerium bei nicht einmal einem Prozent. Boah… Bio > knapp 0,50 Quatdratmeter „mehr“… mich haut´s glatt um. Die Tiere sicher auch 😦

Ruheplätze und Grenzwerte für Gase gefordert
Wie ein Sprecher der Senatsverwaltung für Verbraucherschutz rbb|24 sagte,
fordert der Senat für jedes Tier ausreichend Platz, „um artgerecht zu ruhen“ und einen Liegebereich auf dem Boden zu haben, „der nicht wie bislang aus Beton besteht“.
Der Mann scheint Einsicht zu haben, Betonboden als Liegebereich ist wirklich für jedes Lebewesen mies!

Auch die mehrwöchige Fixierung von Mastschweinen in Kastenständen ist nach Auffassung des Senats verfassungswidrig. Das Bundesverfassungsgericht solle außerdem prüfen, ob Grenzwerte eingeführt werden müssten für „schädliche Gase“, die bei der Schweinemast entstehen. Ääähem, schädliche Gase. Das lass ich jetzt mal so… st****  weil mir dazu echt nichts mehr einfällt. Welch Häme…

Lob von Tierschutzorganisationen
„Berlin geht konsequent vor“, begrüßte der Deutsche Tierschutzbund den Vorstoß des Senats. Die Vorschriften für die Schweinehaltung seien unzureichend, erklärte Präsident Thomas Schröder. Was die Politik nicht löse, müsse das Gericht lösen. Bis zu einer Entscheidung sollten keine weiteren tierschutzwidrigen Bauten entstehen, die dann jahrzehntelangen Bestandsschutz hätten.
Daran dachte ich auch gleich… bevor ich DIES eben las. Schnell noch paar Riesenmastanlagen aus dem Boden „stampfen“ bevor es tatsächlich jemand „wagt“ das mal zu hinterfragen, und vielleicht sogar bundesweit… zu verbieten???

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sei bislang untätig geblieben.
Bis heute werden Schweine ohne Betäubung kastriert und Ringelschwänze kupiert.
Der Großteil der Tiere lebe fast ohne Tageslicht auf Betonböden auf knappstem Raum, kritisierte Greenpeace. Dies habe Verletzungen und Krankheiten zur Folge.
Das von Klöckner geplante freiwillige Tierwohl-Siegel würde die Bedingungen für die meisten Tiere kaum bessern.“
Diese Frau… kümmert sich doch unendlich um … was eigentlich? Deklarierung von Lebensmittelinhaltsstoffen… stimmt ja, unglaublich anstrengend und zeitaufwändig. Herrgott, da braucht sich doch keiner uffreeschen, wenn n paar Tiere … also wirklich ***IRONIE aus***

Meine Meinung… zu diesem Thema dürfte meinen Lesern und Bekannten … bekannt sein. Nichts rechtfertigt das Ausnutzen und Einsperren, Einpferchen und Malträtieren, Aufschlitzen und Töten von Lebewesen, egal welcher Art…
zum Konsum, zum „Züchten“, für Tierversuche oder „zur-Schau-Stellung“, für „Sport“ oder sonstwas „dem Menschen“ so einfällt.
Und schon gar nicht zur Ernährung.

Ein Gedanke zu “110 Kilogramm auf 0,75 Quadratmetern

  1. Diese Bilder sind wirklich unerträglich, und ich setze mich schon seit Jahren gegen die Massentierhaltung ein, ohne dass es jemanden zu interessieren scheint. Genauso ist es mit diesem Problem:
    https://4alle.wordpress.com/2019/02/22/neue-insektengifte-fuer-das-insektensterben/
    Wenn das so weitergeht, müssen wir unsere Bäume und Pflanzen bald selbst bestäuben und unsere Kinder und Kindeskinder haben noch viel auszubaden. Warum?
    Hast du eine Meinung dazu?
    Grüße
    Jürgen aus Loy (PJP)

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