Begegnungen Teil 1

Wenn plötzlich jemand nicht mehr da ist
man sich umsieht und denjenigen nun sehr vermisst
ist die Welt über Nacht ganz anders, irgendwie leer
man wartet sehsüchtig auf dessen Rückkehr…

Über die Hunderunde morgens habe ich ja schon oft geschrieben.
Meistens gehen Carlos und ich erstmal in den kleinen Park „nebenan“ und er liest sozusagen die „Regionalzeitung“ durch. Danach gehen wir immer mal ne andere Strecke weiter, es gibt einige weitere Grünflächen, kleine oder größere Parks. Das ist dann der „Welt-Teil“ der Zeitung und er pflügt im wahrsten Sinne des Wortes die „Seiten“ durch. 😀

Dabei trafen wir neulich unter anderem einen älteren Mann. Er kam uns einige zehn Meter entgegen und schien keine Angst zu haben vor dem „großen schwarzen Hund“.
Er ging einfach genauso weiter auf uns zu, Carlos hingegen „zerrte“ mich 😉 von der einen Wegseite auf die andere…
Guten Morgen. Naa, der zieht aber mächtig, was?
Ich antwortet lächelnd „ja, 40 Kilo mit 80 Kilo Zugkraft„.
Ich habe Sie hier noch nie gesehen, gehen Sie oft hier lang?
Wir machen immer mal ne andere Strecke unsicher, hier kommen wir aber ein-, zweimal die Woche lang.
Er beobachtete den Hund ein paar Sekunden liebevoll lächelnd und fragte dann
beisst der?
Nein, das hat er noch nie gemacht. Er ist friedlich, bellt halt mal wenn wir anderen Hunden begegnen und zieht dann auch mal stärker. Aber da bin ich ja drauf gefasst.

Der Mann fasste in seinen kleinen Einkaufsbeutel und schon war Carlos höchst aufmerksam. Der Mann fragte „Darf ich ihm was geben?“ Ich nickte.
Der Hund schaute mich an und als ich sah, dass der Mann so eine dünne Kaustangenverpackung aus dem Beutel zog, machte ich dem Hund mein Hand-Zeichen für „Sitz“.
Ganz brav aber schwanzwedelnd aufgeregt setzte Carlos sich auf sein Hinterteil und die Pfoten super artig gerade. Ein sehr schöner „Vorführeffekt“.
Carlso schaute mich an, dann den Mann, der gerade die Leckerli-Packung öffnete und dann wieder mich…
Wie geben Sie ihm was, damit er mich nicht zwickt?
Entweder in der ausgestreckten Handfläche oder ich werfe es ihm zu…

Der Mann machte nacheinander sehr umsichtig beides und schien es zu genießen.
Die Stange war schnell aufgefuttert, der Hund hatte sichtlich Freude am Spielen.

Dann unterhielten wir uns ein bisschen, aber Carlos wollte dann wieder LAUFEN. Somit bedankte ich mich herzlich bei dem Mann und er sagte freundlich „Vielleicht sehen wir uns nun ja öfter, ich würde mich freuen. Habe eigentlich immer ein paar Leckerlis dabei, ich mag Hunde sehr.

Ja, das würde mich auch freuen. Und dich auch, Carlos, was?“ Dessen Schwanz wedelte und er ließ sich nochmal über den Kopf und Rücken streicheln.
Auf Wiedersehen und einen schönen Tag und … bis bald hoffentlich!
Ja, gerne, ich wünsche Ihnen auch einen schönen Tag und … das hoffe ich auch.

Nochmal ein winken nach dem Auseinandergehen und wir gingen wieder weiter.

Es war sehr schön diese Freude beider mit zu erleben und wieder musste ich an eine andere Begegnung ähnlicher Art denken. Die mich etwas traurig macht und zeigt, wie wertvoll solche Momente der Freude sind.

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