morgens kurz nach 7 Uhr

Es ist noch recht ruhig, ein paar Leute bringen ihre Kinder zur Kita oder auf den Schulweg. Ein paar Autos fahren durch die teilweise engen Straßen, die meisten halten sich aber an die „30er Zone“.  Da hier ringsherum einige Kita´s sind und auch eine Schule in der Nähe ist, empfinde ich diese Geschwindigkeitsbegrenzung nicht als  „Einschränkung“ sondern als notwendig.

Die morgendliche Gassirunde ist ja immer wieder ein Highlight für den Schwarzen und für mich.
Doch heute war sie auch ein besonderes Erlebnis für ein kleines Schulmädchen.

C. hatte seinen ersten Haufen gemacht und ich mich somit halb gehockt, um diese Hinterlassenschaft aufzusammeln.

Dabei bemerkte ich ein kleines Mädchen, recht verträumt und lächelnd, welches offenbar vorher einige Schritte hinter uns war.

Sie schaute den Hund und mich an und sagte ganz lieb:

M: „Guten Morgen. Der ist aber schön. Beisst der?“
Ich: „Guten Morgen, nein, das hat er bisher noch nicht gemacht.
Möchtest du ihn mal begrüßen?“

Ihr Lächeln wurde breiter und sie hielt dem Hund sanft eine Hand hin.
Er war etwas unruhig, wie immer am Anfang der Runde, sein Bewegungsdrang…
Doch ich streichelte ihm über Kopf und Nacken und er schnupperte dann an der Hand und ließ sich auch streicheln.
Sie wirkte sehr beglückt und streichelte besonnen und mit sichtlicher Freude.

Währenddessen machte ich die Kot-Tüte zu und verknotete sie, wie ich das immer aus Rücksicht auf Geruchsbelästigung und Abfallkorb-Reingucker tue.

M: „Warum machst du denn den Beutel so dolle zu?“
Ich: „Weil es dann nicht so dolle stinkert. Und manchmal die Abfallkörbe schon voll sind und dann keiner aus Versehen in den Beutel reingreifen kann.“
M: „Achso, ja das versteh ich.“

So gingen wir ein paar Schritte weiter zusammen und sie hielt ihre Hand dabei ruhig auf dem Hunderücken.

M: „Weißt du, ich mag Tiere.  Und ich liebe Hunde, besonders Schwarze.“
Ich: „Ich auch.“

Offenbar musste sie nun abbiegen und verabschiedete sich.
Sie strich dem Hund noch ein-zweimal zärtlich über den Kopf und sagte „Tschüss“.
Ich: „Danke schön. Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag.“
M: „Danke auch, den werde ich jetzt haben.“

In mir flammte soviel Zuneigung und Rührung auf, dass ich fast Tränen in den Augen hatte…

Ein Gedanke zu “morgens kurz nach 7 Uhr

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