Balance zum Welt-Verbrauchertag

Die Lebensmittel-„Gewinnung“ ist für den Verbraucher oftmals eine Art „dunkler Vorhang“. Den ein wenig zu lüften, mal dahinter zu schauen,
tut manchmal furchtbar weh.

Heute ist „Welt-Verbrauchertag“.

Der Weltverbrauchertag ist ein internationaler Aktionstag, an dem Verbraucherorganisationen auf die Rechte der Verbraucher aufmerksam machen. Er wird seit dem Jahr 1983 jährlich am 15. März begangen. Der Weltverbrauchertag geht zurück auf den US-Präsidenten John F. Kennedy, der am 15. März 1962 vor dem amerikanischen Kongress drei grundlegende Verbraucherrechte proklamierte.

Kennedy nannte (1) das Recht, vor betrügerischer oder irreführender Werbung und Kennzeichnung geschützt zu werden, (2) das Recht, vor gefährlichen oder unwirksamen Medikamenten geschützt zu werden, (3) das Recht, aus einer Vielfalt von Produkten mit marktgerechten Preisen auszuwählen.

Als Verbraucher oder Konsument wird eine natürliche Person bezeichnet, die Waren und Dienstleistungen zur eigenen privaten Bedürfnisbefriedigung käuflich erwirbt. Der Bedarf am Verbraucherschutz beruht auf der Sicht, dass Verbraucher gegenüber den Herstellern und Vertreibern von Waren und gegenüber Dienstleistungsanbietern strukturell unterlegen sind, das heißt infolge mangelnder Fachkenntnis, Information und/oder Erfahrung benachteiligt werden können. (Mit material von: wikipedia) Der Text Weltverbrauchertagwurde von www.kleiner-kalender.de entnommen.

Die Offenlegung der „Produktion“ jeglicher Lebens- und Nahrungsmittel obliegt definitiv den Herstellern.
Die Prüfung der gesetzmäßigen, ordentlichen und – für mich am wichtigsten – gewalt- und schmerzfreien! – Herstellung UND Verarbeitung obliegt den Gesetzeshütern, den (Veterinär-) Ämtern und der Politik.
Die „Vermarktung“ und Präsentation der Waren obliegt neben den Werbefirmen und den Medien auch den Verkaufsmärkten und deren Verantwortlichen. Dazu gehören seit einigen Jahren auch die Verkaufs- und Werbeplattformen des weltweiten Internet-Handels.

Der Verbraucher hat also einiges an „Arbeit“ zu leisten, wenn er wirklich wissen will, woher seine Nahrungs- und Lebensmittel kommen, wie sie hergestellt und verarbeitet werden. Dann erst kann er ehrlich und unvoreingenommen mithilfe seiner hoffentlich vorhandenen Ethik und Empathie selbst entscheiden

Die Werbung will uns schlichtweg alles verkaufen.
Sie will uns zum Beispiel weismachen, dass

die „Milchschnitte“ eine kleine „Snack-Mahlzeit“ für zwischendurch ist.
Aber sie ist ein gehaltvolles Stück (Sahne-)Kuchen, das wie eine komplette Mahlzeit zu werten ist.
Locker-leicht? Geschmacklich ja, es schmeckt dann sozusagen „nach mehr“.
Und die „Fünfer-Packung“ ist dann mal ganz schnell weg… huch?
link zu foodwatch.org

Auch bei Fleisch- und anderen Tier-„Produkten“ ist eine Offenlegung der Prozesse dringend notwendig.

Hier ein Artikel, auf den ich dazu aufmerksam geworden bin:

http://www.nw.de/lokal…Joerg-Altemeier-leitet-die-Stabstelle-Tierschutz-bei-Toennies.html

Seitdem es (auch für mich) die Möglichkeit des Recherchierens im Internet gibt, ist mein Verständnis für diese Welt ein anderes.
Es ist gut, dass es Verbraucherschutz und diverse Organisationen dafür gibt.
Es ist nicht gut, dass aber immer noch „legal gelogen“ wird.

Zitat aus foodwatch:
So lange Täuschung legal bleibt, werden die Unternehmen nichts ändern.
Deshalb muss morgen verboten sein, was heute erlaubt ist.
Selbst erfundene Siegel und freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie helfen da nichts, sondern nur klare gesetzliche Vorgaben für verständliche Produktinformation.

2 Gedanken zu “Balance zum Welt-Verbrauchertag

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