Heute ist… wird diesem Tier

… das sich in so manchen von uns einzwängt, uns ängstigt, sich einnistet ins Gedächtnis und ins Gewebe… und so viele von uns gehen lässt…
gedacht…

Krebs…

Weltkrebstag 2018
4. Februar 2018 in der Welt

Am 04. Februar 2018 soll mit dem Weltkrebstag eine der häufigsten Todesursachen in das Bewusstsein der Bevölkerung rücken. An diesem Tag stehen die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen im Mittelpunkt. Ausgerufen wurde der Aktionstag 2007 von der Welt-Krebsorganisation UICC. Jährlich beteiligen sich verschiedene Mitgliedsorganisationen an verschiedenen Aktionen. Ihre Bemühungen zielen darauf ab, über Themen rund um die Krankheit Krebs zu informieren.

Am Weltkrebstag geht es Gesundheitsorganisationen, Unternehmen sowie öffentlichen Institutionen in erster Linie um die Aufklärung und Beseitigung von Halbwissen. Hierfür werden Projekte durchgeführt an denen häufig auch Prominente mitwirken. Diese werben vor allem für die regelmäßige Krebsvorsorge. Je früher eine Krebserkrankung diagnostiziert werden kann, desto besser sind die Aussichten auf eine Heilung. Nach Angaben der UICC erkranken weltweit jährlich über 12 Millionen Menschen an Krebs und etwa 8 Millionen sterben an den Folgen. In Deutschland erkranken etwa 2000 Kinder im Jahr an Krebs, Leukämie zählt hierbei zu den häufigsten Krebsarten.

Der Schwerpunkt bei der Bekämpfung von Wissenslücken und Fehlinformationen liegt am Weltkrebstag auf folgenden vier Mythen: Krebs ist ein Thema, über das nicht geredet werden muss; es gibt keine Warnzeichen, an denen eine Krebserkennung frühzeitig zu erkennen ist; gegen Krebs kann nichts unternommen werden; bei einer Krebserkrankung gibt es keinen Anspruch auf Hilfe. Diese und andere Fehlinformationen versuchen die Helfer am Weltkrebstag durch Aufklärung zu berichtigen, denn jeder Mensch ist während seines Lebens direkt oder indirekt von Krebs betroffen.

Unter Krebs wird eine bösartige Neubildung von Gewebe verstanden, auch Tumor genannt. Die Krebszellen entstehen, wenn sich Abschnitte der Gene irreparabel verändern und dadurch die Erbinformation verfälscht wird. Die Gefahr hierbei ist, dass diese Krebszellen immun gegen wachstumshemmende Signale sind, sich eigenständig teilen und damit vermehren. Sie sind dadurch in der Lage, benachbartes Gewebe zu befallen und auch an entfernten Stellen im Körper Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, zu bilden.
Wo ist das Event? Weltweit
Wann ist das Event? Sonntag, 4. Februar 2018 Der Text „Weltkrebstag“ wurde von www.kleiner-kalender.de entnommen.

In unserer Familie vermissen wir einige liebe Menschen, die den Kampf verloren haben. Mein Mann hat schon in jungen Jahren seiner jüngeren Schwester in ihrem Leiden beigestanden und dabei vieles erlebt, was ihm und auch mit noch heute die Tränen in die Augen fließen lässt.

Im Freundeskreis leidet zum Beispiel eine junge Frau, alleinerziehende Mama von zwei noch jungen, süßen Mädchen, unter einer unheilbaren Art. Bei ihr wachsen immer wieder neue Tumore, derzeit am Rückgrat und an den Wirbeln. Sie hat oft solche unbarmherzigen Schmerzen, dass sie manchmal kaum aufstehen kann.
Wir konnten ihr zum Beispiel mal mit einem gemeinsamen Freund einen schönen Herbstnachmittag auf einem tollen Spielplatz bescheren, an dem sie und ihre Mäusis unbeschwert lachen, toben und glücklich sein konnten.

Eine Frau in den besten Jahren hat im vergangenen Jahr einige Chemo´s gegen den Brustkrebs durchgestanden und nun erstmal eine „Chemo-Pause“ eingelegt, da derzeit keine Metastasen festgestellt wurden. Gestern durften wir ihre neu wachsenden Haare glücklich bewundern. Sie freut sich und versucht, glücklich zu sein.
Ihre Tochter, einer meiner engen Freundinnen, erlebt nun dadurch mit, was das bedeutet und hat selbst auch Angst, aufgrund der „Vererbbarkeit“ eines Tages auch diese Diagnose zu erhalten.

Eine weitere liebe Freundin hat ihre Mutti schon vor einigen Jahren an den Brustkrebs verloren, sie kämpft immer mit den Erinnerungen und muss selbst auch jedes Jahr zur Kontrolle, was sie immer sehr mitnimmt, die Gedanken, was ist „wenn ich auch…“ sind hart.

Im weiteren Freundeskreis gibt es auch weitere liebe Menschen, denen wir immer wieder Glück und alles Liebe wünschen, um ihnen Mut zu machen und ihnen Unterstützung geben, die ihnen vielleicht hilft.

Wir helfen wenn wir können und es uns irgendwie möglich ist, auch gern mit „Kleinigkeiten“, die denjenigen aber oftmals viel bedeuten.

Ich habe immer wieder diese „wie kann ich sie trösten“ – Fragen in mir. Neulich erst habe ich die (oben beschriebene) junge Frau etwa 80 Kilometer zur Voruntersuchung für die nächste Operation hin und zurück gefahren. Ich versuch(t)e immer, wenig „Mitleid“ (Ach du arme Maus…“) zu zeigen oder mit zu „jammern“ sondern sie oft einfach in den Arm zu nehmen, ihr mehr Zuwendung und Verständnis zu geben und ohne viel Bamborium das was gerade ansteht, zu helfen. Ihr die Tür aufmachen, ihre Tasche zu tragen, sie zum Einkaufen mitzunehmen wenn es klappt und ihr die Einkaufsbeutel hochzutragen. Ihr meine Hilfe im Haushalt anzubieten oder sowas eben. Sie meinte nach der Fahrt, dass es ihr sehr viel Kraft gegeben hat, das ICH sie auf diese Art an DEM Tag so unterstützt habe und es für sie genau richtig war, wie ich damit und mit ihr „umgegangen“ bin.
Es ist sehr schwierig, sich auf denjenigen einzustellen, auf seine Art des Damit-Umgehens. Es ist auch keine Schande, zu fragen, wie es demjenigen (damit) geht, sich mit seiner eigenen Unsicherheit nicht an ihm oder ihr vorbeizumogeln sondern ihm oder ihr zu zeigen, dass man nicht „kalt“ ist…

So manche „Kleinigkeiten“ aus dem Alltag sind für die von Krebs Betroffenen oftmals eine schwere Hürde.

Helfen wir ihnen, diese Hürden zu überwinden, nehmen wir sie in den Arm, geben wir ihnen (stille) Zuwendung, Achtsamkeit und ehrliche Freundschaft, dann helfen wir ihnen ungemein, sich mit all den Schmerzen, den Ängsten… nicht allein zu fühlen.

An alle meinen Respekt und meine Bewunderung, die mit Krebs zu tun haben und es nicht als „böses Tier“ sehen. Ob als Betroffene, Angehörige oder als Berufsausführende wie Krankenschwestern und -Pfleger, Ärzte, Seelsorger, Ehrenamtliche oder Betreuer. Es ist eine Herausforderung, damit umzugehen.
An diejenigen, die wir an den Krebs verloren haben, erinnern und denken wir.

Sie haben gekämpft und nicht gewonnen. Aber sie haben auch nicht „verloren“.
Denn sie haben es versucht. Und wir alle, die mit und bei ihnen waren… werden dies stets achten und sie immer lieben.

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