Der beste Freund des Menschen?

Harte, aber auch wahre Worte eines Tierarztes, der sich offensichtlich mit dem Thema sehr kritisch befasst:

„Schneller, leichter, verführerischer sie ist, die dunkle Seite der Macht. Würdest DU der dunklen Seite widerstehen?“

Auszüge aus dem Text der Seite: link zu fischundfleisch.com – tierarzt – warum hunde …
„… Die wahre Kunst der Freundschaft besteht darin, gemeinsam für die richtige Sache zu kämpfen, bis zum Ende der Welt.
Hunde verraten Menschen nicht. Hunde sind all das, was Menschen nicht sind. Deshalb ziehe ich die Gegenwart meines Hundes sehr oft menschlicher Gesellschaft vor.
Für ihn gilt: „Du warst es und wirst es immer sein: mein Freund.“
…  “

Für mich ist Hund unverfälscht. Echt. Ohne „falsches Kalkül“.
Hund möchte Wärme, Futter, Wasser, eine oder einige (wenige!) Aufgabe(n),
Liebe (das was wir Menschen als Liebe bezeichnen) oder man kann es auch Zuneigung und Zuwendung nennen.

Ich habe nicht … in Hörsäälen, Hochschulen oder Universitäten… studiert.
Ich erlebe, beobachte und fühle, sehe, höre und agiere. … „studiere“ das alltägliche Leben und das Miteinander um mich herum. Analysiere dabei auch oft das Verhalten… wenn „möglich“ ohne zu (be)werten.
Ich muss nicht „hochstudiert“ sein, um zu erfühlen, was ein Hund durchmacht, wenn er an „seiner“ Leine geZOGEN wird.

Mein vierbeiniger großer Nachbarskumpel… zieht mich auch an seiner Leine… und ich ihn… und er mich… und ruckt mich gefühlte drei Meter nach links und wieder nach rechts. Schnuppert hier und schnuppert da, knabbert an dem Gras und „da drüben“ auch noch…
Er ist HUND. Es ist ihm in DEM MOMENT egal, was oder wer da an dem „anderen Ende“ hängt… er ist HUND. Es ist sein Instinkt. Schnüffeln und laufen.
40 kg Hund mit über 100 (?) kg Zugkraft. Ich lasse mich darauf ein, in bewusstem Maße.

Er soll HUND bleiben dürfen.
Er soll(te) auf einige wenige, aber dafür klare Kommandos hören.
Er darf niemals bissig werden, nicht mir als Gassiführerin gegenüber und auch nicht anderen Menschen und Tieren gegenüber, sofern DIESE ihn nicht angreifen.
Angreifen – ganz klarer, ersichtlicher Unterschied zum Beschnüffeln, bellend herum „tanzen“ oder eben mal „zerren“.

Ich muss mich als Gassiführerin ganz klar definieren. Eine für HUND und mich gesunde Mischung aus Zuneigung, Zuverlässigkeit und Dominanz ist in meinen persönlichem Empfinden absolut notwendig.

Er muss „verstehen“ dass ich ihn nicht an der Leine halte, weil ich ihn ärgern will. Sondern weil ich ihn schützend führen will.

Deswegen lasse ich auf „Nicht-Straßen“, Parkwegen und reinen Grünflächen die Leine lang und so gut es geht, locker.  Er „darf“  schnüffeln, ziehen, von rechts nach links zerren, pieseln, „groß machen“,  scharren… seinen Instinkten folgen…

Deswegen darf er DIES ALLES  an Straßen, Wegen mit Menschen und anderen Tieren kurzzeitig GAR NICHT oder nur in SEHR begrenztem Maße.  Deswegen halte ich dann die Leine sehr kurz und meine Kommandos beschränken sich auf ein „Fuß!“ und „Nein!“

Auch weil das Verständnis von vielen Menschen für ein (solch relativ großes) Tier… nur wenig da ist. Umso mehr freue ich mich immer wieder, wenn es für uns beide freundliche Blicke, nette Kurzsätze… gibt, so wie etwa
„Ach, der ist aber schön…“
„Mutti, der Hund ist aber groß!“ – „Ja, mein …, und schau mal, er ist ganz lieb!“
„Naa, mit dem haben Sie aber Ihr Tun, was? Aber er scheint ja ein Lieber zu sein…“
Und so… gehen wir genauso weiter Gassi.
Glückliche Stunden gemeinsam in Mutter Natur. Fröhlich, nachhaltig (mit Beutelchen!) und mit Achtsamkeit.

Natürlich klappt nicht immer alles. Und deswegen mache ich das „Gassigehen“ auch nur im vertrauten „Freundeskreis“. Wir haben uns dieses Vertrauensverhältnis gemeinsam und mit Herrchen/Frauchen erarbeitet.
Ich erwarte nicht, dass immer alles klappt. Ich sehe mich nicht als „Profi“ und würde es mir niemals anmaßen, mich als „Hunde-Kennerin“ oder „Dogwalkerin“ oder sowas anzupreisen oder anzubiedern. Ich möchte (derzeit) keinen „Hundeführerschein“. Weil ich dafür noch – zugegeben – „zuviel“ Liebe und „Kuschelbedürfnis“ habe. Und weil wir erst ein knappes Dreivierteljahr mehrmals pro Woche gemeinsam Gassi gehen…

Viele werden jetzt die Hände
(hoffentlich ohne Hund an der daranhängenden Leine 😉 )  über ihren Kopf zusammenschlagen…
Aber vertraut mir. Ich passe auf. Auf uns beide und dass EUCH nichts passiert… wenn ihr UNS begegnet 😉

 

 

 

Ein Gedanke zu “Der beste Freund des Menschen?

  1. Hallo annalenacat, unser neuer Nachbar lebt genau das oben Beschriebene mit seinem Hund vor. Ja, wir erkennen am friedlichen Verhalten des Hundes, wie wohl er sich beim Gassigehen (mit/ohne Leine) dabei fühlt. Leider setzen diese Methode nur wenige Hundehalter erfolgreich um.
    LG Paul

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