innehalten

Halt mal das Hamsterrad an! Bitte!

Warten ist manchmal nervig. Vertane Zeit. ?
Manchmal tatsächlich, es kommt aber auch auf die „Umgebung“ an.

Heute musste ich zweimal warten.

Beim ersten Mal wartete ich darauf, aufgerufen zu werden.
In einem – bezeichnenderweise 😉 – Wartezimmer.

Mit einem „Wartezimmer-TV“ an der Wand. Dort wurden in Dauerschleife wunderschöne Landschafts- und Blumenbilder gezeigt.
Ein Bild zeigte einen Waldausschnitt.
Ruhe. Geborgenheit.
Herumliegende Äste, Blätter, „Dreck-„Haufen…
Sonnenlicht welches durch die Baumkronen und das Geäst strömte. Wunderschöne Schattenspiele zeigte. Diese einzigartigen Farben!
Mein „Unterbewusstsein“ wurde aktiviert und ich begab mich dorthinein.
Hörte sanftes Vogelzwitschern, leise summenden Wind, raschelnde Ameisen oder Käfer…
Ich roch das frische Grünbraun, die Erde, den Duft der Waldblüten.

Endlich sah ich IHN… „meinen“ Wolf… in guter Entfernung, langsam vorbeistreichen.
Ein großes Tier, in seinem Revier.
Als Gast in diesem Terrain verhielt ich mich still, genoss diesen Anblick. Diese Schönheit. Diese Wildheit mit gleichzeitiger Anmut.

Bildcollage Wölfe

editet by hoschkat
„nicht böse, sondern edel!“
Bild edit by hoschkat

All das, in etwa drei Minuten Wald-Bild.
Meine Fantasie verlieh mir ungeahnte Freude.
Ungeahntes Innehalten. Ungeahnte Kraft.

Als mein Name aufgerufen wurde, bewunderte ich gerade eine Großaufnahme von Schneeglöckchen.

 

 

 

Dann, etwas später, stand ich mitten in einer Warteschlange.
Es zwitscherte diesmal wirklich, Vögelein hier und da. Das Geraune und Gerede der anderen Wartenden…. versuchte ich nicht zu hören. Unter anderem, weil mich DAS ja auch nichts angeht 😉
Also genoss ich das, WAS ich hören mochte. Und plötzlich sah ich auf einer kleinen Mauer ein Amselpaar. Wie heisst das bei Vögeln?
Also das „miteinander-Nachwuchs-machen“?

Amselpaar
bild editet by hoschkat

Es war herrlich anzusehen, das verspielte, hüpfende Vogelpäärchen.
„Er“ hüpfte“ an „sie“ ran (nehme ich jedenfalls an…) und „sie“ hüpfte kurz mit… das „Liebesspiel“ auf dieser kleinen Begrenzungsmauer… waren Minuten, die ich unsagbar genoss. NUR ich.
Keiner der anderen Wartenden hatte zeitgleich mit in die Richtung der Mauer geschaut.

Das ist es, was ich an VIELEN, nicht allen, Menschen oftmals vermisse.
Das Genießen der kleinen, seltenen Glücksmomente.
Das INNEHALTEN, was uns in vielen kleinen Gelegenheiten erlaubt wird.
Das Luftholen, Einatmen der seltenen Ruhe.

Ja, ich mag die Ruhe. Ich passe manchmal nicht in diese meist hektische, laute Zeit.
Deswegen danke ich meiner Fantasie für den Wald, den Wolf, dem Amsel-Liebesspiel… in die ich mich dann zurückziehen kann. Die ich ganz allein für mich genießen kann.
Und doch gern mit EUCH teilen möchte.

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