Die Mulle wollten einfach nicht sterben

Unfassbar… mir fehl(t)en einfach die Worte…
ein Artikel in der „Welt.de“:
link zu welt.de-wissenschaft-Nacktmulle im Labor

so grausam und unempathisch… weil der Nacktmull „hässlich“ ist???
Wer stellt diese verallgemeinernde Behauptung auf???
Ich finde ihn unglaublich schön so wie jedes Wesen auf dieser Welt.
Darf die Wissenschaft nun ALLES mit ihm machen???

bildquelle:
welt.de/wissenschaft/article163867104/Nacktmulle….html

Ausschnitt aus dem Artikel:

… hauptsächlich lebt der Nacktmull in enormen Populationen für die Wissenschaft.

Dort kann er seiner Hässlichkeit manchmal etwas entgegensetzen, einen Rekord zum Beispiel. In Berlin hat der Wissenschaftler Gary Lewin in einer Versuchsreihe herausgefunden, dass der Nacktmull 18 Minuten ohne Sauerstoff auskommt. Die Konkurrenten im Versuch waren Labormäuse.
Sie starben nach 45 Sekunden.

Die Wissenschaft ist nicht tierlieb. Zu häufig schaut sie ihren Laborbewohnern beim Sterben zu. Eine solche Gelegenheit wollte Lewin nicht aus dem Kopf und brachte ihn auf die Idee zu seinem Experiment. „Versuchstiere schläfern wir normalerweise mit hundertprozentigem Kohlendioxid ein“, sagt er, quer durch den Laborzoo wirkt das Gas „normalerweise zuverlässig“. Aber die Nacktmulle wollten einfach nicht sterben, „sie schliefen einfach nur ein“.

Um der Sache auf den Grund zu gehen, setzte Lewins Team die Mulle zunächst extrem dünner Luft aus, mit nur fünf Prozent betrug der Sauerstoffgehalt weniger als auf dem Mount Everest. Während Mäuse in weniger als 15 Minuten erstickten, benahmen sich die Nacktmulle auch nach fünf Stunden noch, als wäre nichts: „Sie sind einfach ein wenig langsamer herumgelaufen“, sagt Lewin. Zum Vergleich: Menschen müssen mindestens zehn Prozent Sauerstoff atmen, damit ihr Gehirn ausreichend versorgt ist.

Nichts als Stille in den Versuchsboxen

Als Nächstes verschärfte Lewin die Bedingungen. Wie die Fee, die Dornröschen in den 100-jährigen Schlaf versetzte, versiegelte er die Nacktmullräumlichkeiten und nahm seinen Nagern sämtliche Luft zum Atmen. Die verloren das Bewusstsein, ihr Puls verlangsamte sich von 200 Schlägen pro Minute auf 50, sie kühlten ab, und in den Versuchsboxen herrschte nichts als eingefrorene Stille, „ähnlich wie im Winterschlaf“, sagt Lewin. Bald darauf erlöste er die Tiere und erlebte eine Überraschung: Als wäre nichts gewesen, wachten die Mulle auf und „gingen unbeschadet ihrer Wege. …“

Welche Wege gingen sie denn? Hinaus, in ihre natürliche Umgebung?

… „Ebenso wie die vielen anderen Fähigkeiten, die den Ausbund an Hässlichkeit, den Spitzenkandidaten für eine Ekelprüfung im Dschungelcamp sonst noch auszeichnen. Ein Nacktmull wird fast niemals krank. Er kennt keinen Krebs, kein Schmerzempfinden. Kein Nagetier hat seine Lebenserwartung. Ein Mull lebt drei Jahrzehnte, fast ohne zu altern. …“

Mir fehlt JEDES Verständnis für eine solche „Sichtweise“ der so genannten Forschung und/oder Wissenschaft.

Wer so lapidar übers Zusehen beim Sterben-oder-Leben – beim Überlebenskampf… eines Lebewesens spricht, schreibt oder gar denkt… der hat – sorry – jede Gefühlsregung verloren.
Derjenige Mensch fühlt dann selbst auch nix mehr, wenn ihm mal so ein Überlebenskampf droht, wenn ihm die Luft abgedreht wird, wenn er zu Ersticken droht. DANN wäre mein Mitleid, welches ich für die Tiere empfinde, grad alle.

Achja, es geht ja „nur“ um… hässliche Nacktmulle … ?!?
IRONIE zum Selbstschutz … um nicht in Tränen auszubrechen

Hässlcih? DAS ist ein LEBEwesen. Egal wie groß oder klein, dünn oder dick, grüngestreift oder lilagepunktet – MENSCH hat sich auf diesem Planeten einfach und brutal über alles Leben gestellt.

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