Das mit dem Reden

Heute ist der letzte Tag VOR dem letzten Tag im Jahr. Also vor Silvester.
Wow. Schon wieder. War das nicht erst vor kurzem, als alle sich „Frohes neues Jahr“ gewünscht haben?
Geht das etwa schon wieder los?
Freundlich wie wir ja sind, grüßen wir auch und wünschen und winken und umarmen und drücken Hände und so. Es ist irgendwie eine schöne Sache, wenn sich wenigstens an einem Moment oder in einigen Minuten viele unterschiedlichste Menschen das Gleiche wünschen und dies mit Nettigkeiten umrahmen.

Das mit dem Reden ist allerdings – bei mir zumindest – so eine Sache.
„Erzähl doch mal … wie es dir geht!“
ÄÄÄhm… „Also, eigentlich ganz gut.“
Standardantwort und doch immer wieder ehrlich, aktuell und wahrhaftig.
Weil es uns ja eigentlich ganz gut geht.
Es geht anderen ganz bestimmt besser, viel besser oder richtig einmalig gut.
Deswegen mein „eigentlich“.
Es geht vielen anderen aber wiederum ganz bestimmt viel schlechter, kranker, ärmer, kälter, schmerzvoller, ängstlicher und und  und… richtig mies.
Deswegen mein „gut“.

Das ist immer – wie nahezu alles auf dieser Welt – eine Frage des Empfindens und der eigenen Reflektion.

Wenn ich allerdings jemanden frage, wie es ihm geht, dann meine ICH das wirklich ernst und möche wissen ob es ihm/ihr gut geht, ihn Sorgen plagen, ob er/sie sich gut fühlt, kränklich, ob es bei ihm /ihr schöne oder auch traurige Tage gab und gibt.
Und das aber (erstmal) natürlich ohne Einzelheiten.
Doch ein wenig Beobachtungsgabe und die Nutzung dieser tut auch in solchen Situationen gut.
Denn die wenigsten geben ja ehrlich zu wenn es malnicht so „läuft“.
Ist ja schändlich, schädlich fürs Image, peinlich oder sonstwas Komisches.

Denn das mit dem Reden hat nicht nur was mit Worten und Stimmbandnutzung zu tun. Sondern auch mit Blicken, Gesten, Gesichtsausdruck und Körperhaltung.

Wenn zum Beispiel jemand „Hey, alles easy!“ sagt und dabei grade so die Zähne und die Lippen auseinandergezogen bekommt, mit der linken Hand eine Faust macht während die rechte Hand lässig (und dabei leicht bis mittelstark zitternd) abwinkt…
und zu guter Letzt vielleicht noch eher gebeugt/krumm dasteht…
Dem glaube ich DAS irgendwie nicht, das alles „Easy“ ist.
Er/sie mag seine/ihre Gründe haben, die ich in den meisten Fällen (erstmal) akzeptiere.
Denn ich respektiere. Auch das hat was mit dem REDEN zu tun.
Das zu respektieren, was mit andere mitteilen. Dies als IHRE Mitteilung, ihr REDEN, ihre Ansichten zu respektieren.
Nicht so (Beispiel):
„Echt jetzt, nee, das sieht doch ein Blinder mit Krückstock…das es dir NICHT gut geht!“ Übringens dusslige, aber gern genutzte Redewendung.

Das mit dem Reden ist nicht leicht, es ist sogar oft verdammt schwer.
Umso schwerer machen wir es uns allerdings, wenn wir versuchen, es mit „Abwinkung“ und „Abschwächung“ noch schwieriger zu machen.
Bleiben wir – so gut und einfach es geht – doch einfach bei der Wahrheit und sagen, zeigen, wünschen, singen, umarmen, tanzen oder  machen … einfach das so, wie wir es fühlen und denken und singen und tanzen und verstehen wollen.

Tiere reden ja auch, auf ihre ganz eigene Art- und „rasse“typische Weise.
Wobei auch da – ganz besonders! – die Gestik und Körpersprache sehr wichtig sind. Vielleicht aogar wichtiger als Bellen, Zwitschern, Miauen, Knurren, Iaahen, Quieken, Muhen und so weiter.
Die Augen sind es, die, sofern sie noch offen sind und ich sie ansehen kann, die Augen zeigen mir wie es dem Tier geht.
Das bedarf einiger Zeit und somit einigen Zeit“aufwand“.
Aber wenn ich wissen möchte, wie es einem Menschen oder einem Tier geht, dann sollte ich ehrlicherweise und empathischerweise auch einige Zeit dafür haben … wollen…

Ganz ehrlich und mit ganzem Herzen wünsche ich EUCH allen einen guten heutigen Tag.
Und für dem morgigen das was EUCH Freude macht, was ihr EUCH für den Wechsel ins Jahr 2017 wünscht. Das was ihr im Kreise von Freunden, Familie, Bekannten, Fremden oder… auch vielleicht mal alleine … verleben könnt und möchtet. Bildquelle: wewewe punkt 123gif.de

Bildquelle:
wewewe punkt 123gif.de

 

 

 

Achso, nochwas: das mit der Knallerei… also das macht vielen Angst. Nicht nur den vielen Tieren, die sich während dieser Pfeiftöne, Knalleffekten und Tonfontänen unglaublich brutal fürchten, sondern auch vielen Menschen…
Die mit Lärm und Knall und „Raketen“ ihre eigenen, oft ganz traurigen und schmerzhaften Erfahrungen machen mussten.

3 Gedanken zu “Das mit dem Reden

  1. Hast du sehr schön geschrieben und man spürt die Achtsamkeit in deinen Worten ♥ Dir auch ein frohes neues Jahr mit den besten Wünschen, liebe Grüße Michi 🙂

    Liken

Freu mich auf deinen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s