was auch immer geschieht

Oft schaue ich in den Himmel, mit Freude und Sorgen.
Da oben, gibt es dort ein gestern, ein heute, ein morgen?

Was unter den Wolken auf der Erde geschieht,
ist ein langes, zum Teil wehmütiges Lied.

Es sind auch in diesem Jahr mehrere unsrer Lieben von uns gegangen,
zwei Onkel und ein lieber Freund – wie oft hab ich das Verlangen,
ein paar Monate zurückzugehen,
sie noch einmal in meine Arme zu nehmen.

Ob ich dran glaube, das es ein „Leben  nach dem Tod“ gibt, das weiß ich nicht.
Das ist auch nicht wichtig, ich entzünde für jeden ein Licht.
Immer wieder, so ein Licht gibt Wärme und Wohligkeit,
es kommen die Gedanken an die gemeinsame Zeit.

Gerade jetzt, wo es lange dunkel ist, auch an manchem Tage,
stelle ich mir immer wieder so manche Frage.
Wo ist die Freude, wo die Fürsorge, die Harmonie?
Warum ärgern, verletzen, töten Menschen andere Wesen – was treibt sie?

Was ist „gut“ an Missgunst, an Leid, an Angst und hartem Kern?
Nichts ist in unserem Wesen davon angeboren, es wird erlernt.
Was ist gut an Häme und Schmerz?
Was ist schön an einem Mantel aus Nerz?

Denk ich an die Menschen und Tiere, möchte ich Frieden und Zufriedenheit.
Fühl ich mit den Wesen, fühle ich Härte und Grausamkeit.
Was ich nicht ändern kann, soll mich nicht bedrücken.
Doch kann ich nicht einfach damit leben, es nicht von mir wegrücken.

Es ist um mich herum, jeden Tag und jede Nacht.
Immer ist ein Wesen da, das mich und mein Leben so gut es geht bewacht.
Danke, auch wenn ich manchmal nicht weiß, wer DU bist.
Ich will auch etwas tun, damit MENSCH nicht vergisst.

Das auch er „nur“ aus einer Zelle geboren wurde und als diese stirbt.
Das er ein Tier ist, als winziger Punkt auf diesem Erdball manchmal Großes bewirkt.
Das auch er geliebt wird, von mindestens einem Wesen auf dieser Welt.
Das auch er etwas hinterlassen wird, das nicht nur gezählt wird in „Geld“.

All meine Lieben um mich herum, nah bei mir, weiter weg oder „nur“ im Blut:
Ich denke an euch, ganz oft, mit Tränen, mit Freude, mit Angst und mit Mut.
Der Mut, der uns überleben lässt, der uns antreibt, immer gerade zu stehen.
Immer wieder anzuhalten und doch weiter zu gehen…

Mit Anstand und Würde, für jedes Lebewesen auf diesem Stern
halte ich an, denke ich nach, denn es könnte ein Teil von DIR sein, und dich habe ich gern.

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