gefühlschaotisch in den Nachmittag

mein Hor(r)o(r)skop im Radio sagte mir heute morgen:  „es wird ein langer und anstrengender Tag, aber er wird sich für Sie lohnen“…

Was kann einem besseres passieren, wenn man so wie ich heute nachmittag ein Vorstellungsgespräch hat?

Die Gefühle spielen grad Roulette mit mir. Die kleine Kugel rumpelt über sämtliche Nervenbahnen und hält immer wieder an einem anderen Gedankenpunkt an, nix mit „strukturiert“ oder „nacheinander“.

Es ist ja nicht das erste und auch nicht das vierzehnte, ich habe aufgehört zu zählen. Jedes Gespräch ist individuell. Jeder Gesprächspartner ist einzigartig. Jede Anforderung oder Bedingung, jede Arbeitsaufgabe ist besonders.

Aber es ist wie vor wichtigen Prüfungen: man weiß, WAS man „kann“ und wie man sich zeigen will, authentisch, echt, aktiv, motiviert.
Doch hier ist das Gegenüber, dem vielleicht heute morgen die Kaffeetasse weggerutscht ist, oder dessen Hund die zweitbesten Schuhe zerkaut hat oder…
Das Mir-Gegenüber kann ICH nich vorher kennen, nicht einschätzen. Schon oft hatte ich das Gefühl bei solchen Gesprächen, das die berühmt-berüchtigte „Chemie“ mindestens genausoviel ausschlaggebend ist wie die anderen Voraussetzungen (zB. die Erfüllung der Arbeitsaufgaben-Vorraussetzungen).

Und dann die Klamotten-/Optiksache.
Die Bilder der Firmenwebsite zeigen lächelnde, „normal“ gekleidete Menschen jeden Alters, jeder Körperform und jeder Haarfarbe.
Also meine „Wohlfühl-Vorstellungs-Stoffhose“ in schwarz, ein dünnes Rollkragenshirt in eierfarbenweiß und die dunkelblaue verschlusslose „Blazerjacke“ die optisch eher an einen heute so genannten „Cardigan“ erinnert.

Ich habe das halbe Internet nach „Blazer mit Reißverschluss und Reverskragen“ abgesucht, jedoch kaum für mich derzeit annehmbare Ergebnisse erhalten…
Ich hasse und vermeide daher nämlich alle Arten von Knöpfen, bekomme Würgereize davon, selbst bei Jeans muss ich mich kurz zusammenreißen.
Auch bestimmte Stoffe sorgen dafür, dass ich das Kleidungsstück sofort fallen lasse und das dringende Bedürfnis bekomme, sofort meine Hände zu waschen und einzucremen.

ICH muss MICH wohlfühlen, um mich gut „präsentieren“ zu können. Da darf nix jucken oder schief sitzen, nix zu kurz sein (das dran rum länger ziehen ist eine meiner Macken) und nix zu lang sein (wenn das Hosenbein aufm Boden schleift ziehe ich ja auch, dann nach oben).

Mein Magen nervt und blubbert.
Ruhe, jetzt, ich muss mich konzentrieren… und meine Restaurationsarbeiten anfangen 😀

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