Übernatürlichkeitsfähigkeiten

Jeder, oder bestimmt nahezu jeder kennt das sicher.
Was einem am Tage oder in der Nacht manchmal die „Erpelpelle“ oder auch „Gänsehaut“ beschert, die „Nackenhaare“ aufstellen lässt oder einen dazu bringt sich verwundert zu fragen, ob man grade träumt… das macht einen irgendwie ein mulmiges Gefühl.
Eine Erklärung könnte es HEUTE dafür geben: Denn heute ist
„Steigere deine übernatürlichen Fähigkeiten“-Tag 2016!

So vieles auf dieser Welt lässt sich nicht logisch erklären.
Zumindest wenn man kein Wissenschaftler ist. Die können es wenigstens wissenschaftlich erklären.
Ist es nicht manchmal auch irgendwie gut, dass man eben NICHT für Alles und Jeden eine passgenaue, logisch-wissenschaftliche Auseinanderklamüselung hat?
link zu kleiner-kalender.de

Diese „übernatürliche“ Seiten, die haben wir, glaub ich, fast alle.
Auch wenn wir sie nicht immer wahrnehmen, nicht wahrhaben wollen.
Auch in inserem Körper, in unserem Geist, ist nicht immer alles so ganz KLAR.
Ich habe jedenfalls keine Angst davor.

Wenn heute tatsächlich betttuchverpackte Geisterlein oder mit schrillen Farben buntbemalte Gesichter vor mir auftauchen, schreibe ich es diesem verrückten „Ami-Fest“ zu: Helloween.
Nein, ich schnitze keine Kürbisse. Nein, ich sammle keine Süßigkeiten.
Nein, ich mache nicht die Tür auf wegen Süßkramruferei.
Weil uns das vollkommen kalt lässt.
Es gibt Dinge, die man nicht „mitmachen“ muss.
Auch wenn ich mich – was soll ich sonst tun – ein bisschen über solche Faxen amüsiere.

Also, das Übernatürliche, was man nicht an“fassen“ kann.
Dieser „sechste Sinn“ – der manchmal sehr wichtig wird.
Beobachten, mitfühlen, mitdenken, sich reindenken und reinfühlen. So wie „Empathie“ und „Verständnis“. Der einen dann für die anderen Wesen zum „Besonderen“ macht.

eine besondere Wurzel mitten in nahezu unberührter Natur

eine besondere Wurzel mitten in nahezu unberührter Natur

DAS ist für mich eine Art von Übernatürlichkeit, von sechstem Sinn.
Denn viele haben es verlernt, sich auf anderes einzulassen. Das „andere“ anzusehen, wahrzunehmen, sich mal „fallen zu lassen“, es einfach „nur“ zu bestaunen, zu sehen, zu fühlen.

Gestern wieder.
Wir haben einen kleinen Ausflug gemacht.
Natur und Tiere begucken.
Auf die Idee kamen allerdings – natürlich! – auch andere.
Unter anderem mit kleinem, mittelgroßen und größerem Nachwuchs.

Welcher einerseits die unbedingte Aufmerksamkeit der begleitenden Elternteilen benötigt, braucht, einfordert und ganz klar alle umwesenden Personen mit in dieses Lamentorium einbezieht.
Es ist fürchterlich. Weil es all die etwas sanftmütigeren Wesen, Tiere inbegriffen, erschreckt. „Rücksichtnahme“ wird unmodern.

Andererseits kann ich mich nur wundern: Nicht nur der Nachwuchs, der mit immer jünger werdenden Jahren immer größere unhandliche (für kleine Patschhändchen) technische Medienvermittler in den Händen hält…
sondern auch die meisten der erziehungs- und beziehungsberechtigten (Eltern-) Erwachsenen  haben diese Smartphones vor den Augen.
Wegen Fotos machen.
Sie drängeln vollkommen rücksichtslos, um diese Bärchen und Kaninchen auch superschnittigscharf vor das Smartphonekameralöchlein zu bekommen.
DAS ist soooo unglaublich wichtig… und wird sofort aller Welt per drahtloser Verbreitung mitgeteilt.
Das nimmt einige wertvolle Sekunden bis Minuten in Anspruch!

Ich hatte aber so ein Gefühl… der Obacht, so eine Ahnung.
Mehrere Kiddis waren stark damit beschäftigt, zu klettern, die Tiere zu erschrecken, die Zweige und Äste zu sammeln und damit andere Wesen zu hauen, zu kratzen oder anzu“stubsen“, sich gegenseitig umzuschubsen, sich gegenseitig zu fangen und gelegentlich schaute mal einer der „erahnten“ Weisungsberechtigten hin… oder zu…
Bevor ich meinen einen Arm (der andere war leider verhindert) zum Auffangen oder Abmildern ausstrecken konnte, machte e(in)s
PLUMPS.
Kind schrie. Mama schreckte auf. Ich nahm zumindest an dass es Mama war. Es stand nicht an dem weiblichen Wesen dran, welches sich – ebenfalls – plötzlich unerwartet ZU dem schreienden Kindwesen drehte und – im Gegesatz zu den anderen sich umdrehenden Personen – sofort mitschreiender Weise „kümmerte“.

Mein „sechster Sinn “ ist also immer noch hochaktiv.
Ist das jetzt gut oder nicht?
Hätte ich es eine Sekunde vorher „mitbekommen“ wäre mein Arm eine halbe Sekunde vorher ausgestreckt und hätte… vielleicht…
Hätte die Mama dies als „Hilfe“ von mir verstanden oder als „versuchte Entführung“ oder als „Einmischung“ in ihre … na ihr wisst schon. 😉

Im Nachhinein bin ich froh. Dem Kindwesen ist nichts weiter passiert.
Mama auch nicht. Den Smartphonies… weiß ich nicht.
Den Tieren im (wirklich schönen großen) Wildgehege auch nicht, zumindest nichts Sichtbares.
Da diese Welt laut, herrisch und schreiend geworden ist, haben sich die Tiere möglicherweise – notgedrungen – daran gewöhnt, angeschrien und begafft zu werden.

Ich gucke ja auch. Aber ich rede mit ihnen. Der große braune Zickenbock jedenfalls schien meine Streicheleinheiten sichtlich zu genießen.
Ich genoss diesen – leider kurzen – Moment der Zuneigung auch.
Meine Blicke, sprachen offenbar Bände, als die nächste Mama mit dem nächsten Kind „ich will auch streicheln“ höchst-lautstark-respektabel anschritt.
Ich flüsterte dem Bock „hey, mach dir nix draus. Es gibt auch gute“ ins Ohr und… er trabte davon.
Wenn Blicke … also ich hätte eigentlich tot umfallen müssen.
Aber meine (übernatürlichen) Sinne hatten mich vorgewarnt und meinen Augen bestimmte Blitze eingegeben. Die deutlich sicht- und fühlbar waren, wie mein Männe mir grinsend versicherte.
Der Bock und ich hatten uns „verstanden“.

In solchen Situationen liebe ich all meine „Sinne“.
Zum Schutz der Benachteiligten.
Ihr habt sie bestimmt auch.

3 Gedanken zu “Übernatürlichkeitsfähigkeiten

  1. Nicht die Welt ist herrisch geworden. Sie ist was sie ist. Menschen werden immer herrischer und verstehen/sehen immer weniger. Wie konnten wir nur ohne die Wissenschaft Jahrtausende überleben? Wie kann ein Mensch auf ein Stück Land gucken und sagen; das ist mein Land! Sieh dir die verfallenen Häuser, vergangener Generationen an.
    TOLL GESCHRIEBEN: Toller Artikel. Danke! Luke

    Gefällt 1 Person

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