Unterschiedliche Wert-Vermittlung führt zu Unverständnis

Auch wenn ich (wir) kein Kind habe(n), war ich eben unglaublich betroffen beim Lesen dieses Artikels:
link zu merkur.de lokales…

Wie immer im (gern anonymen) weltweiten Netz habe ich einkalkuliert, dass einiges, manches vielleicht… etwas herausgeputzt wird.

Es ist jedenfalls so, dass ich nachvollziehen kann, warum diese Mutter … denn sozusagen aufgibt. Es ist NICHT so, dass ich jemanden wegen Herkunft oder Glaube oder sonstwas in eine „Schublade“ stecke.
Aber ich lebe hier. Dafür kann ich nichts, bin aber angesichts der zunehmenden Erkenntnis, wie anders es anderswo ist, dankbar dafür.
Bin in diesem Teil der großen bunten Welt aufgewachsen.
Meine Eltern, Großeltern, Tanten, Onkels und weitere Verwandten, Freunde der Eltern und so weiter… haben uns Kindern vorgelebt und gezeigt, was wichtige Wesenswerte sein sollten.

Bildquelle: hatetepe punkt slash slash gutezitate.com/zitate-bilder/zitat-was-du-nicht-willst-das-dir-man-tu-das-fug-auch-keinem-andern-zu-lautet-eines-der-erich-fromm-141032.jpg

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Es ist eigentlich ganz einfach: „Was du nicht willst, das man dir tu…“
Ja, ich weiß, der Spruch ist „alt“ und ausgeleiert. Aber er gilt immer. Immer noch, immer weiter.
Wenn Mensch möchte, dass man ihn akzeptiert und respektiert, dann sollte er zuallererst alle anderen Wesen akzeptieren und respektieren.

Das sollte die Grundregel des Lebens, des Zusammenlebens sein.

Nicht „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ sondern „Die Würde aller Lebewesen ist unantastbar“ sollte es eigentlich heißen.

Wie gesagt, wo jemand herkommt und (an) was auch immer er glaubt oder nicht glaubt, welche Hintergründe auch immer dabei zu „beachten“ sind – es sind zwei der wichtigsten Grundwerte – Respekt und Achtsamkeit.

Wenn ich in einem anderen Land leben möchte, bin ich erstens (normalerweise) gezwungen, mich sprachlich zu orientieren und die Sprache zu erlernen. So schwer es ist – es ist einfach notwendig! Es ist nämlich nicht „selbstverständlich“ dass man immer einen oder mehrere Betreuer vorfindet, die einem helfen und dauerübersetzen.
HILFE ist FREIWILLIG!
Zweitens bin ich bemüht, mich in diesem Land zurechtzufinden.
Das heißt, Augen und Ohren auf. Aufmerksam beobachten, sich anpassen, fragen (anfangs gern mit „Händen und Füßen“) und sich nach und nach, Stück für Stück, einbringen.

Das heißt, sich dem Land gegenüber zu öffnen. Nicht anders herum.

Es gibt von unterschiedlichen Integrationswilligen unterschiedliche Integrationsabsichten bzw- -anstrengungen.
Ich helfe. Denn es ist mir egal wo jemand herkommt. Keiner kann was für seine Abstammung.
Helfen, wenn auch die Wortsprache eher unklar ist, dafür aber die Augen und Gesten eine deutliche Mimik und Gestik zeigen.
Ich helfe und zeige die gesuchte Arztpraxis. Freue mich über ein kurzes erleichtertes Kopfnicken als „Dankeschön“ und gut.

Ich helfe gern. Wenn ich aber nach meiner Hilfe von drei jungen Männern mir unbekannter Herkunft blöd angemacht werde, angerempelt und hämisch begrinst werde, dann erhebe ich meine Schultern und meinen Kopf, schaue mich ruhig um und verlasse wortlos mit deutlichem Blick die Situation.

Krieg, Hunger, Verfolgung, Folter oder Angst – es ist alles besser als das. Somit danke „ich“ dem Glück und dem … dafür dass er „mich“ hierhergeführt hat. „ich“ danke dem Land und den Menschen die mir helfen, mich hier zurechtzufinden.

„ich“ mache aber nicht ihre Autos kaputt, weil ich (noch) keins bekommen habe.
„ich“ zerschmettere nicht Möbelstücke und verprügele andere, weil es mir grad nicht soooo gut geht.
„ich“ beschimpfe auch nicht andere, die anders gekleidet sind als „ich“.
„ich“ erwarte nicht, dass sich ALLE anderen MIR anpassen.
ICH muss MICH anpassen.

Es gibt viele, die es versuchen und auch schaffen.
Es gibt einige, die es nicht wollen und nicht einsehen.
Erstere haben meine Unterstützung und Hilfe sicher.
Letztere nicht.

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