Eine Bucht in Taiji – Schauplatz eines besonderen Ereignisses

Japan – das Land des Lächelns, das Land der „Mitte“. Das Land der aufgehenden Sonne.
Und eins der Länder, welches sich hochmütig über internationale Tierschutzrechte hinwegsetzt.
Es tut nur weh.
Im Herzen, in der Seele.

Warum werden immer noch Milliarden von Tieren weltweit – nicht nur in Japan – ermordet. Grausam geschlachtet?
Warum wird diese Art von „Genuss“ so angeprotzt?
Ich habe nichts gegen das Land oder andere Kulturen.
Es tut mir nur unendlich weh, wie manche Menschen in manchen Kulturen „genießen“.

Sie essen lebende Tiere. Frosch-Sushi, das Tier zappelt noch, nachdem es lebend eingestochen, gehäutet und teilweise zerschnitten wird.
Die potentiellen Esser schauen bei dieser Prozedur zu. Lächelnd. In fröhlicher Gesellschaft.
Nur zum „Genuss“.
Nichts reicht mehr. Es muss immer Neues, Spektaküläreres, Lebendigeres für den privaten Genuss und das Amüsement herhalten. Das eigene Empfinden ist maßgebend.
Sie machen dabei vor nichts halt. Sie haben keinerlei Skrupel mehr.
Erschreckend.

link zu n24.de – Restaurant serviert lebendigen Frosch

youtube – Film als Einbettung:

Ich bin entsetzt und fassungslos.

Doch ist das nur ein Teil der für mich sehr schwierig zu „verstehenden“ Kultur.

Es gehört scheinbar zum „guten Ton“ in der Gesellschaft, sich bei Quälereien zu amüsieren. Sich lachend und vor Freude schreiend anzusehen, wie Tiere zu Tode kommen.
Wobei es ja auch in anderen Ländern leider – siehe interner Link zu „lorenzo“   Spanien und der Stierkampf – offensichtlich und niederschmetternd „normal“ ist.

Eine Delfin-Reportage vom bekannten Tiertrainer und und Tierschützer Richard O’Barry , hat mich so traurig und wieder sehr betroffen gemacht. Sie zeigt unter anderem Ausschnitte aus Delfinarien-Vorführungen. Weil er es entsetzlich findet. Was den Tieren dort angetan wird.

Sie springen aus dem Wasser, weil sie entfliehen wollen, nicht weil sie sich Zuschauern zeigen wollen.
Diese „Schnauzen“, auf denen Menschen und Bälle herumbalancieren, sind überaus sensible Organe, die mit solchen Kunststücken schmerzhaft traktiert werden.

Trailer – Die Bucht

Ric O’Barry, in den 60er-Jahren der Trainer von „Flipper“, kämpft seit einem tragischen Vorfall seit fast 40 Jahren mit ganzer Leidenschaft gegen die Industrie, die diese intelligenten und freundlichen Tiere gnadenlos ausbeutet:
Mit Delfinarien, Delfin-Shows, Delfintauchgängen und -therapien entstand ein global florierendes Multimilliardengeschäft.
Weltweit engagiert er sich gegen den Fang von Delfinen und macht wirtschaftliche und politische Interessen öffentlich, die hinter dem Geschäft mit den Meeressäugern stehen. Was er jedoch im japanischen Küstenort Taiji entdeckt, ist unvorstellbar.
In einer abgelegenen Bucht, die von der Außenwelt durch Stacheldraht und Sicherheitspersonal abgeschottet wird, liegt ein dunkles und tödliches Geheimnis.
Der Film zeigt, wie sich Ric O’Barry gemeinsam mit Regisseur Louie Psihoyos auf eine Undercover-Mission begibt, um dieses Geheimnis ans Licht zu bringen.
Im Stil von „Ocean’s Eleven“ rekrutieren die beiden ein Team von Spezialisten bestehend aus Tauchern, Sufern, Unterwasserfilmern und Special-Effects-Künstlern.
Ihr Ziel: die Vorgänge in der Bucht zu filmen und damit aufzudecken, was der Öffentlichkeit bisher verschwiegen wurde.
Die Polizei, lokale Behörden und die Fischer von Taiji sind ihnen immer auf den Fersen, doch mit Nachtsichtgeräten, Wärmekameras und weiterer High-Tech-Ausrüstung sind O’Barry, Psihoyos und ihr Team ihren Widersachern immer einen Schritt voraus. Sie kommen dem Geheimnis immer näher.
Dem Geheimnis, das nur die Spitze des Eisbergs ist.

Die Tiere werden mittels Flottenbooten regelrecht „ge-treib-jagd“. Auf den Booten werden  Eisenstangen angebracht und mit einem Teil im Wasser mitgeführt. Mit Hammerschlägen auf diese Stangen erzeugen die  Jäger dann unerträglich laute   „Töne“, die im Wasser noch um einiges verstärkt werden.
Somit werden die Delfine  zu Hunderten in eine dafür vorgesehene, bekannte Bucht zusammengetrieben.
Dort warten schon Vertreter von Delfinarien oder anderen Unternehmen, die sich Tiere für ihre Wirtschaftsinteressen heraussuchen.

Die übrig bleibenden Tiere, die nicht als „geeignet“ eingeschätzt werden, werden in eine andere, versteckte, eigentlich geheime Bucht verfrachtet. Dorthin kommt kaum jemand, weil  es nicht an die Öffentlichkeit soll:
unter Bewachung werden die Tiere bestialisch abgeschlachtet.

Die Bucht – ganzer Film bei youtube

Veröffentlicht am 15.05.2016
Richard O’Barry war in den Sechzigerjahren Trainer des berühmten TV-Darlings Flipper.
Seit 38 Jahren engagiert er sich gegen den Fang von Delfinen, die weltweit für bis zu 150.000 Dollar an Vergnügungsparks verkauft werden.
Denn die Fangmethoden gleichen eher einem Massaker. Im japanischen Küstenort Taiji etwa werden die Meeressäuger zusammengetrieben und brutal abgestochen.
Viele verenden einfach in den Fangnetzen.
Nur die stärksten und schönsten Delfine werden für den Verkauf an Zoos am Leben gelassen.

link zu mdr.de – brisant – Delfine lächeln nicht:

„Das Lächeln der Delfine ist die größte Täuschung der Natur“, so Ex-Flipper-Trainer Ric O’Barry. Ein BRISANT extra über den grausamen Umgang und das Millionengeschäft mit Delfinen.

Es ist weit weg. Geografisch gesehen. Aber es ist nah, immer und ständig, was Menschen Tieren antun, um sich zu amüsieren, um sich zu „ernähren“ und um was auch immer zu „testen“.
Es sind nicht alle Menschen und nicht alle Japaner so grausam.
Aber  jeder grausame Mensch ist einer zu viel…
Ich will auch NICHT verurteilen oder  anprangern, ich will zeigen.  Damit das Interesse geweckt oder erweitert wird, um dagegen anzugehen.


Ein Gedanke zu “Eine Bucht in Taiji – Schauplatz eines besonderen Ereignisses

  1. Immer, wenn man denkt, schlimmer kann es nicht werden, fallen den Menschen wieder neue Grausamkeiten ein! (Wobei die Idee an sich eigentlich nicht neu ist, aber die Umsetzung ist wieder besonders makaber und verabscheuungswürdig: Inmitten der eigenen zerpflückten Körperteile auf dem Teller präsentiert zu werden)
    Da höre ich den Refrain von „The Marmalade – Reflections Of My Life“: „The world is a bad place, a bad place, a terrible place to live (but I don’t wanna die)“
    Kein Lebewesen hat es verdient so grausam behandelt zu werden!

    Gefällt 1 Person

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