Und wieder ist es passiert – er hieß Lorenzo

Diesmal hat sich das Tier gewehrt.
Mein Mitgefühl gilt Lorenzo.
Dieser Stier hatte einen Namen und hat ihn immer noch.
Er hatte jedoch nie eine echte Stimme, nie eine echte Chance.
Er wurde traurigerweise bekannt als „der Stier, der nach gut drei Jahrzehnten das erste mal einen Torero tötete“.

Diese grausame Tradition macht mich immer wieder betroffen, wütend und unendlich traurig. Ich verzichte darauf, den Torero und seine „Arbeit“ zu beschreiben.

Bildquelle: http://uglypunk.de/2010/07/ole-espana-katalonien-verbietet-stierkampfe/

Bildquelle:
http : slash shlash uglypunk . de 2010 / 07/ ole – espana – katalonien – verbietet – stierkampfe /

Ich hatte hier schon vor gut einem Jahr darüber geschrieben:
interner link zu annalenakat – 2015 – touristisches Todesritual

Wie kann Mensch daran Freude finden, wenn ein Lebewesen zu Tode gefoltert wird, sich an Leid und Qual anderer Lebewesen so ergötzen?
Die Zuschauer ermöglichen das blutige, chancenungleiche Spektakel. Doch nicht nur sie, auch andere geben ihr Geld und ihr JA dafür her:

Ich höre die Schreie, die laute Musik, das Kreischen. Ich höre aber auch die Schreie der Stiere.
Schmerzensschreie. Sie wissen nicht, was um sie herum passiert.
Sie sind vorher aggressiv gemacht worden, von den Menschen,
die sie später in der Arena als „wilde Tiere“ dem sensationslüsternen Publikum präsentieren.
Sie sind Lebewesen, die zum Aggressiv-werden gefoltert wurden.
Die vor grölendem Publikum noch weiter gequält werden.
Die Speere und Messer in ihren geschwächten Körper gestochen bekommen.
Da, wo viele Nerven zusammenkommen, wo es besonders weh tut.
Immer wieder. Gnadenlos.
Jede ihrer Wunden bedeutet eine weitere meiner Tränen.

Der Torero „tanzt“ um das Tier herum. Er ist stolz, aufrecht, bunt bekleidet. Mit überheblichem Blick in die jubelnde Menge… sticht er Tiere tot.

Ein Bericht dazu brachte mich noch mehr auf (obwohl das eigentlich gar nicht mehr geht…)

Die Stierkampfschule in Arles… bildet professionell neue Stierkämpfer aus.
Ein Zitat aus dem Bericht (etwa bei 1:37 laufender Abspielzeit) zeigt diese Kontroverse:

„Es ist die Liebe zum Stier. Das Tier zieht uns an. Und dann können wir uns nicht mehr davon befreien.“

Was für eine Verhöhnung!
Wer ein Tier liebt, wird niemals solche Grausamkeiten an ihm verüben können.
Er sollte das Tier ehren. Nicht niedermetzeln.
Ich habe mich bemüht, diesen Bericht zuende zu schauen.
Elf Minuten voller Menschenstolz, besondere Aggressionen bei den gezüchteten Stieren hervorzuheben.
Unglaublich.

Solche Berichte machen mich fassungslos.
Die das Ganze noch verharmlosen, als „gut“ und als „gefährliches Amüsement“ bezeichnen.
Seit 200 Jahren eine Kultur?

Ich danke den sinnfühlenden Menschen in Katalonien, auf den Kanaren und auch auf Mallorca, für ihren Geist, ihr Herz und ihren Mut.
Sich gegen diese unsägliche „Mord-Kultur-Stierkampf-Lobby“ aufzulehnen.
Und damit endlich zu zeigen, dass auch Menschen, die in dieser Region aufgewachsen oder beheimatet sind, eine solche Kultur nicht mehr wollen und nicht mehr hinnehmen.

„Weil die Stiere so aggressiv sind, hat der Mensch Lust, sich mit ihnen zu messen und seinen Mut unter Beweis zu stellen.“ (4:22)

Mut?!  Es ist eine Schande.

Der Mensch entscheidet sich bewusst dazu, andere zu  quälen und zu töten.
Das Tier hat fast nie eine Chance, sich zu wehren.
Wenn es sich wehrt, wird es als „aggressiv“ und „wild“ und „gefährlich“ dargestellt.

Es ist immer der Mensch, der diese Welt aggressiv und gefährlich macht.

Auch ich werde, genau wie Bettina Marie Schneider in ihrem Blog – link zu guteskarmatogoblog – tragischerTod in der Stierkampfarena
niemals aufhören, das aufzuzeigen, um weiter mehr Menschen für Tiere zu sensibilisieren!

3 Gedanken zu “Und wieder ist es passiert – er hieß Lorenzo

  1. Pingback: Eine Bucht in Taiji – Schauplatz eines besonderen Ereignisses | Mensch & Tier im Jetzt & Hier

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