Warum nur? Was muss er gelitten haben…

Er schaut mit dunklen, warmen Augen in die Kamera.
Sanfte Stimmen sprechen ihm liebevolle, ruhige Worte zu. Er versteht die Sprache nicht, aber er versteht:
die hier sind nicht böse.
Auch hier wird mir weh getan, aber sie sind sanft, die Hände. Sie streicheln mir über das Fell, über meinen Rücken. Das tut so gut.
Warum hat das vorher noch nie einer gemacht? Warum machen die das hier mit mir?
Das fühlt sich so schön, so fein an.
Aber meine Wunden, sie tun weh.


Als ich den anderen Hund das erste Mal gesehen habe, dachte ich EY, Kumpel, wer bist du denn? Das waren meine Freunde. Dachte ich.
Spielen? Klar doch!
Aua! Was soll das, warum beißt du mich? Womit hab ich dich verärgert?
AUAAA! Hör auf! Das ist mein Hals!
Ich will weg, aber um mich herum sind plötzlich Gitterwände, wie zu Hause im Zwinger.

Ich musste zurückbeißen, aber ich wollte das nicht.
Aber ich MUSSTE, der andere Hund hätte mich immer weiter in den Hals und Nacken, in meinen Kopf gebissen! Warum denn nur?
Warum steht mein Herrchen da drüben, mit sovielen anderen und schreit herum?
Will der mir helfen? Lassen die ihn nicht zu mir? Damit er mir hilft?
Ich will den anderen Hund nicht beißen!
Aber ich muss.
Er beißt mich in mein Gesicht, meine Schnauze blutet schon. Das tut so weh.
Ich will das nicht.
Aber mein Herrchen da drüben, er springt immer auf und nieder, warum hilft der mir nicht?

Der andere Hund hört plötzlich auf und liegt vor mir. Ich habe ihn getötet. Ich wollte das nicht. Aber er hätte mich getötet, wenn ich mich nicht gewehrt hätte.
Mein Körper zittert, alles tut weh. Ich jaule und möchte Ruhe, möchte mein Herrchen, das mich lieb hat und mich heilt.

Aber der steht da drüben, LACHT und wedelt mit Papier herum. Wie kann er sich freuen? Mir geht es ganz schlecht, der andere Hund ist tot!
Herrchen kommt nach einer Weile zu mir, ich bin so schwach dass ich schon einige Zeit nur noch auf der Seite liegend atmen kann. Mein Brustkorb ist zerfetzt, überall blute ich. Er heb mich hoch, ich bekomme ein kurzes Streicheln und werde in das Auto gelegt.
Zu Hause angekommen, trägt er mich in den Zwinger, stellt mir Wasser und etwas Futter hin, streichelt mich kurz… später werde ich etwas gesalbt und etwas massiert.
Ich bin so froh, dass mein Herrchen mich so lieb hat und mich doch noch gerettet hat.

Ein paar Tage später werde ich ins Auto gesetzt, wir fahren ins Grüne!
Oh nein, es ist ein großes, dunkles Haus. Er holt mich aus dem Auto, ich kann ja wieder laufen und ich hüpfe erwartungsvoll los. Er zerrt mich zurück, ja, ich soll nicht ziehen.
Wir gehen in einen großen dunklen Raum, es brennen viele Lampen und es ist doll laut.
Viele Leute sind da und… ein großes Gitter, Hunde, es riecht so muffig hier… mir wird schlecht.
Ey, Kumpel, du da drüben. Was machen wir denn hier?


Mir zittern noch die Hände, während ich das geschrieben habe, hatte ich Tränen in den Augen. Auch wenn ich weiß, wie furchtbar grausam und brutal manche Mensch sind… bin ich immer noch fassungslos, wie sehr mich das mitnimmt.
Wie sehr darunter diese armen, unschuldigen, liebevollen Wesen leiden müssen.
Egal welches Tier oder welche Rasse – es ist nahezu immer der Mensch, der so ein Wesen zum „Gefährlichen Wesen“ macht.

Einen link dazu habe ich gefunden, der mich so sehr betroffen gemacht hat…
link zu heftig.de – Stallone

Dieser Hund, der im Video gerettet werden sollte, ist nur einer von Unzähligen, die für die abartige Freude an Brutalität ihre Leben lassen müssen.
Stallone hat sein  – womöglich jahrelanges – Martyrium laut dem Bericht nicht überlebt. Er hatte aber wenigstens zuletzt echte Liebe, Fürsorge und Zuneigung erfahren.

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