mal nachdenken

mal ganz „einfach“ nachdenken. Der Antwort-Post von Katrin – Musikhai auf meinen letzten Blogpost hat mir zu denken gegeben. Immer wieder dieses DENKEN, NACHdenken. Warum ich über solch schlimme Sachen eigentlich schreibe, warum ich mir darüber Gedanken mache, warum warum… ich einfach nicht aufhören kann (und will???) solche Brutalitäten einfach so hinzunehmen…

ohneWorte Grafik Träne

ohneWorte

Gestern abend haben wir wieder mit Bekannten, die zu Besuch waren, auch darüber gerätselt. WARUM? „Guck dir doch dann sowas nicht an“ wurde mir geraten, oder „warum steigerst du dich da so rein?“
Hm, ich hatte bis dahin nicht das Gefühl, mich „reinzusteigern“, auch wenn ich wahrscheinlich tatsächlich nachweisbar zu den „Hochsensiblen“ gehöre. Und jemand wissenschaftlich-biologisch Ausgebildeter mir schon vor Jahren sagte „Sie sind zu lieb für DIESE Welt.“

Wie geht das mit dem „Böse sein“? Da muss ich irgendwie gefehlt haben…

Nein, mal im Ernst. Und auch wenn es phrasisch klingen mag:
Es gab ganz schlimme Zeiten, von meiner Kindheit bis heute. Vom  Stiefvater gab es jahrelang ständig Prügel,  von Schul“kameraden“ gab es Mobbing „vom Feinsten“. Im Berufsleben gab es viele kürzere und viele sehr lange Mobbing/Bossing-Situationen. Und es gab ganz tiefe dunkle Löcher, Tunnel, gesundheitliche Einschläge bis fast zum Tod.
Und ich sitze ziemlich entspannt heute hier am PC und tippe das ein. Es tut weh, aber ich weine nicht. Ganz selten noch, nur wenn ich bis in Details gehen „muss“. Was ich natürlich meistens vermeide. Wegen den verquollenen Augen, den erschrockenen Blicken, den „Ach du Gott“s.
Auch hier vermeide ich es. Ich sage das kurz und knapp, es ist nichts erfunden und ich brauche keine Taschentücher oder Streicheleinheiten. Keine Tröstung oder Ratschläge. Ich möchte Verständnis, dass manche Menschen trotz gewissen“Abstumpf-Graden“ immer noch soviel Feingefühl für andere Wesen haben, um diese Wesen zu beschützen, zu behüten und auch loslassen zu können.
Ich möchte ernst genommen werden, mit der Bitte an alle Wesen im menschlichen Körper: Achtet auf euch und auf andere.

Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.

Das ist sowas wie mein Lebensmotto. Es ist verd… schwer! Andersrum wäre es sicher leichter, wenn man eben nur an sich selbst denken würde und alles andere um einen herum „ausblenden“ kann und will. Klar, das macht das Leben viel einfacher.

Aber doch irgendwie auch leerer, kälter, einsamer…

aufgeblühte Rose

aufgeblühte Rose
Foto: asukreditor

Liebe Katrin, Dein Blog link zum Blog von Katrin musikhai und viele andere Blogs, in denen ich gern und oft lese, nur leider aus Zeitgründen wenig antworte, zeigen mir, dass es gut ist, sich Gedanken zu machen… um andere.
Danke an alle, die ihr Fein- und Mitgefühl nicht gänzlich abstumpfen lassen.
Die sich auch an den kleinen Freuden im Alltag erfreuen können, wie eine schön aufgeblühte Rose zum Beispiel.

 

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