Ihr hübschen, gestreiften Pelzies… meine Trübnis und Hoffnung

Seit einigen Tagen fahre ich nun täglich zweimal 45 Kilometer, diese Strecke hat es in sich:
eine stark befahrene Landstraße, viele LKWs, durch einige kleine Ortschaften komme ich auch durch und… ich sehe nahezu täglich überfahrene Tiere.

Jedesmal gibt es mir einen Stich ins Herz.
Heute morgen waren es auf meiner Strecke drei tote Waschbären.
Beim Dritten, er lag so eingerollt, als wenn er schlafen würde, liefen mir schon Tränen aus den Augen.
Was beim Autofahren eher ungünstig ist.

Innehalten und diesen drei Opfern unserer rasenden Zivilisation gedenken, konnte ich daher erst jetzt.
Es tut mir in der Seele weh, wenn ich überfahrene Tiere am Straßenrand oder sogar noch auf der Straße liegend sehen muss.
Im fließenden Verkehr ist es nicht möglich, anzuhalten und den Tieren einen ruhigeren, würdigen „Liegeplatz“ zu suchen.
So, dass nicht jeder Auto- oder LKW-Fahrer noch darüber fährt.
Ich zittere immer noch. Gut dass ich gerade eine kurze Pause habe.

Warum mich das so sehr mitnimmt, kann mir eigentlich keiner sagen. Oft werde ich nur erstaunt angesehen und es wird gesagt „Was denn, hauptsache dir passiert nichts“.
Klar, die Tierchen haben es überstanden, hoffentlich mussten sie sich nach dem Zusammenstoß nicht noch quälen…
doch der Anblick macht mich eben sehr sehr traurig.

Ich schaue nach oben und wünsche mir, dass die Tiere es „da oben“ ruhiger und friedlicher haben.
Dass ihre Seele dort zur Ruhe kommt und sie keine Schmerzen mehr erleiden brauchen.
Dass sie eine schöne, gute Welt dort für sich und all ihre Artgenossen haben, in der sich alle vertragen und achtungsvoll miteinander umgehen.

Ein Gedanke zu “Ihr hübschen, gestreiften Pelzies… meine Trübnis und Hoffnung

  1. Ich kenne diese Gefühle! Ich musste auch viele Jahre über 50 km zur Arbeit und abends wieder zurück fahren und sah viele tote Tiere. Anfangs habe ich noch im Stillen für jedes ein Gebet gesprochen, denn wie du sagst: anhalten war nicht möglich. Aber irgendwann habe ich selbst das nicht mehr getan. Wir Menschen brechen einfach in die Welt der Tiere ein, mit unnatürlicher Geschwindigkeit. Und wer muss dran glauben? Die Unschuldigen. Zum Haare ausraufen! 😦

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