Ein Männlein – nicht im Walde, sondern im Kopfe…

Die vergangenen Tage waren mit einigen Erledigungen ausgefüllt.
Zwei Bewerbungsgespräche waren in dieser Woche. Eins folgt noch.
Aber zum Amt musste ich trotzdem, das empfand ich als sehr bedrückend.

Den ganzen Vormittag habe ich mich erklärt, gewartet, wieder berichtet, woanders gewartet… Mein Kopf fing an zu dröhnen, das kannte ich so nicht.

Doch später, als das kleine Männchen mit dem großen Hammer in meinem Kopf entweder keine Kraft mehr hatte oder sein Hammerstiel abgebrochen war…
liess ich diesen Tag mal Revue passieren.

Was war eigentlich passiert? So ein Rückblick über die letzten Tage bringt einiges ans Licht und dazu die Erkenntnisse.

Ein „Schnuppertag“ in einer Zeitungsredaktion, der mir gut gefallen hat.
Nettes Team und interessante Aufgaben.

Ein Termin beim Amt, wo mir dann mitgeteilt wurde, dass diese Art von „Praktikum“ nicht gefördert wird.
Ein Termin für einen Artikel, den ich dann „trotzdem“ wahrnahm und ein nettes Gespräch mit einer sehr freundlichen jungen Frau führte.
Den Artikel geschrieben und zur Redaktion gemailt.

Einen Tag zu Hause, Unterlagen sortiert, Bewerbung geschrieben, Mail-Postfächer aufgeräumt. Idee gesucht für Blog.
Anruf einer Firma, ob ich morgen zum Vorstellungsgespräch kommen kann.
Die Frau am Telefon klang sehr aufgeweckt und positiv.

Nächsten Tag meinen Mann zur Arbeit gefahren, da wir derzeit nur ein Auto haben. Dann zum Vorstellungstermin gefahren.
War sehr angenehm, es kam Hoffnung auf, Probearbeiten? Na klar! Gerne doch!
Wir melden uns… Diese Hoffnung wieder…nicht verlieren.

Gestern dann der Amt-Marathon. Von morgens um 8 bis mittags. Zermürbend.

Das kleine Männlein mit dem großen Hammer.
Meine Gehirnzellen spielten Bowling miteinander.
Ich wollte nur noch nach Hause.

Dann traf ich auf einen netten, entfernten Bekannten. Ein charmanter, älterer Herr.
Er freute sich so sehr, mich zu treffen, mitten in der Stadt, dass das Männchen und die Bowlingkugeln plötzlich kurz „weg“ waren.

Wir erzählten ein Weilchen.
Er fragte wie es uns so geht und „gibt es was Neues bei Ihnen„?
Nach meinem Kurzbericht meinte er fassungslos:
„Das kann ich nicht glauben! Sie sind so eine aufgeweckte, freundliche Frau, da muss es doch jemanden geben, der Ihr Potential erkennt!
Wir beide, meine Frau und ich, wir unterhalten uns öfters über Sie und Ihren Mann…
und wir glauben ganz fest daran, dass auch Sie wieder etwas Gutes finden. Dafür drücken wir Ihnen die Daumen!“

Ein bisschen war ich beschämt. Das erkannte er und sagte, ich bräuchte mich nicht schämen, es sei die Wahrheit.
Mein zaghaftes Lächeln war für ihn jedenfalls ein freudiges Zeichen.
Wir verabschiedeten uns fröhlich und er sagte noch „Kopf Hoch, Mädel!“

Warum das kleine Männchen dann zu Hause wieder kam, weiß ich nicht.
Es hat mich einiges an Kraft gekostet…

Die Idee mit dem Blogartikel… warum nicht auch mal sowas erzählen?
Sicher wird es einigen ähnlich gehen.
Es ist nicht leicht, seine positive Kraft zu nähren, wenn vieles um einen herum diese Kraft aufsaugt.
Dieses kleine Männlein nicht zum großen Monster werden zu lassen, das ist eine Herausforderung. Der wir uns immer wieder stellen…

Ein Gedanke zu “Ein Männlein – nicht im Walde, sondern im Kopfe…

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